Musiktherapie

Bei der Musiktherapie handelt es sich um ein anerkanntes kreativ-therapeutisches Verfahren. Sie hat sowohl diagnostische als auch therapeutische Funktion. Ihr Medium ist die Musik, mit deren Hilfe seelische Konflikte erkannt und behandelt werden können.

Musik hat eine starke Wirkung auf die Seele des Menschen und löst entsprechende Emotionen aus. Bei der rezeptiven (aufnehmenden) Form wird der Patient durch aufmerksames Hören von Musik zusammen mit dem Therapeuten, bei der aktiven durch eigenes Musizieren, ermutigt, Gefühle zuzulassen und – auch ohne Worte – zum Ausdruck zu bringen. Die Erkenntnisse werden anschließend im Gespräch mit dem Therapeuten aufgearbeitet. Dabei lassen sich Erlebniszusammenhänge aufspüren und Konflikte klären, die einem psychischen oder psychosomatischen Symptom zugrunde liegen. So können Blockaden gelöst und Störungen überwunden werden. Auch Stress wird abgebaut und innere Spannungszustände werden gelockert, was beim Patienten zu einer spürbaren Erleichterung seines seelischen „Drucks“ führt.

Auch allein durch die Freude an der Musik selbst und an den neu gewonnenen oder wieder aktivierten Fähigkeiten und der eigenen Kreativität wird der Heilungsprozess wirksam unterstützt.

Gearbeitet wird in Einzelsitzungen oder in Gruppen. Meist werden einfache Instrumente verwendet, z.B. Perkussionsinstrumente, so dass praktisch jeder Patient mitmachen kann – auch ohne besondere Vorkenntnisse. Die Musiktherapie wird meist begleitend neben anderen Therapieformen eingesetzt, um deren Wirkung zu fördern.

Dieser Text wurde uns freundlicherweise von Katja Ziller (Heilpraktikerin für Psychotherapie) zur Verfügung gestellt – www.psychotherapie-fuer-muenchen.de.