Golgi-Punkt-Therapie

Der sogenannte Golgi-Sehnenapparat wurde vom italienischen Pathologen Camillo Golgi („Goldschi“ ausgesprochen; 1844-1926) entdeckt. Es ist eine anatomische Struktur, die bestimmte myofasziale Rezeptoren beinhaltet (myo: Muskel; faszial: Fascie, dieses netzartige, umhüllende Bindegewebe). Diese Rezeptoren messen und leiten kontinuierlich den dortigen Spannungszustand an das Nervensystem weiter. Somit werden die Gewebe geschützt, indem zu starke Muskelkontraktionen vermieden werden.

Bei der Golgi-Punkt-Behandlung werden bestimmte Stellen an den Sehnen statisch gedrückt und dem Nervensystem wird dadurch eine übermäßige Muskelkontraktion vorgetäuscht. Dieser Prozess ruft als sofortige Reaktion eine Entspannung des gezielten Muskels hervor. An Schmerzen des Bewegungsapparats zeigt sich diese Therapie meistens sehr wirkungsvoll. Sie kann auch alle manipulativen Gelenktherapien gut vorbereiten. Leichte Gelenkblockaden lassen sich sogar oft ohne weitere Manipulation lösen.

Diese Methode ist für den Organismus ziemlich anspruchsvoll und mehr oder weniger schmerzhaft (Schmerztherapie) v.a. bei der ersten Sitzung. Sie bringt jedoch meistens eine sehr schnelle und deutliche Besserung bis zur Schmerzbefreiung. Dann verbessern sich rasch Allgemeinbefinden und Vitalität. Die Behebung von energetischen Stauungen stimuliert den Stoffwechsel stark und entgiftet den Organismus, deshalb sind genügend Trinken und Ruhe nach der Behandlung wichtig.

Dieser Text wurde uns freundlicherweise von Carine Miens (Heilpraktikerin – www.naturheilpraxis-miens.de) zur Verfügung gestellt.